Das manuelle Löten von SMD-Bauteilen stellt auch einige Anforderungen an das Lötwerkzeug. Leider sind professionelle SMD-Lötstationen nach wie vor relativ teuer. Wie M. Kumm, DC3MKB aufgezeigt hat, ist es allerdings auch möglich eine derartige Station mit vernünftigem Aufwand selbst zu bauen. Einen guten Ausgangspunkt dafür stellen die Lötspitzen RT1 bis RT4 von Weller dar, die als Verbrauchs­material auch einzeln für rund 40 € verkauft werden. Da sie über einen Standard 3,5 mm Stereostecker verfügen, können sie zusammen mit einer selbstgebauten, mikrocontroller­gesteuerten Basis­einheit betrieben werden.

In Ergänzung zu M. Kumm’s Projekt verfügt das in diesem Artikel vorgestellte Gerät über eine LC-Anzeige für die IST- und SOLL-Temperatur sowie 3 definierbare Temperaturen. Deren Werte können dauerhaft gespeichert werden. Der Standby-Betrieb wird optisch und das erstmalige Erreichen der SOLL-Temperatur zusätzlich akustisch angezeigt. Dennoch sinkt der Hardwareaufwand sogar, denn an Stelle eines Arduino kommt hier ein einfacher, intern getakteter ATtiny 84 zum Einsatz.

Zur leichteren Montage der Komponenten wurde ein spezielles Gehäuse entworfen. Es lässt sich mit geringem Aufwand auf einem handelsüblichen 3D-Drucker herstellen.

     

Lötstation.pdf

 

5 thoughts on “SMD-Lötstation”

  1. Guten Tag,
    zufällig ihre Seite gefunden bei der Suche nach Informationen zum Nachbau der Lötstation von Herrn M. Kumm. Ist ihre Lötstation noch im Einsatz ? Da wir (Repair-Cafe) sie nachbauen möchten, eine paar Fragen dazu. Ist sie vergleichbar mit einer professionellen Station? Woanders habe ich gelesen das wegen des großen Verstätkungsfaktors kleinste Spannungsschwankungen im Thermoelement in der Lötspitze die Temperatur in der Anzeige schnell und deutlich sichtbar schwankt. Trifft dies zu? Danke für die Beantwortung meiner Frage. Mit freundlichem Gruß, Eric Schulz

    1. Hallo Eric,

      ja, die Lötstation ist bei mir regelmäßig im Einsatz. Mit der Anzeige habe ich überhaupt kein Problem, die ist ziemlich stabil. Aber natürlich sind die Lötspitzen aufgrund ihrer geringen Massen und hohen Heizleistung sowohl beim Aufheizen als auch Abkühlen relativ rasch unterwegs. Aber zumindest beim Heizen will man das ja gerade….
      Was Probleme bereiten kann sind die Stereobuchsen, in welchen die Lötspitzen gehalten werden. Schlechte Qualität oder schlampiges Einstecken haben mich durch einen schlechten Temperaturfühlerkontakt schon die eine oder andere Spitze gekostet.

      Beste Grüße,
      Chris, OE1CGS

  2. Hallo Christoph,
    ein interessantes Projekt. Leider hab ich nirgendwo in der PDF- oder ZIP-Datei einen Schaltplan gefunden ?!?
    mny 73 de Andreas DG7RBN

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